StartUp - Gründung, SEED, Early Stage, Growth + Co.

StartUp ist ein Begriff für ein in Deutschland inzwischen erfreulich übliches Phänomen, ein spezielles Wachstumsunternehmen. Der Begriff ist weit zu verstehen, gekennzeichnet wird ein StartUp in der Regel durch folgende Eckpunkte, die ein StartUp in ihrem Zusammenspiel zugleich von einer reinen Exitsnzgründung abgrenzen:

  • vielversprechendes, skalierbares Geschäftsmodell, häufig angelegt in den Bereichen IT, Biotech, Erneuerbare Energien, Innovation
  • auf dynamischen Wachstum ausgelegt
  • großer Kapitalbedarf/ Investitionen

Bei einem StartUp unterscheidet man grob drei Entwicklungsphasen, die SEED-, die Early- und die Growth-Phase. Je nach Phase unterscheiden sich die Bedürfnisse des jeweiligen StartUp mit Blick auf Kapital, Mitarbeiter etc. Gerade hinsichtlich potentieller Investoren ist die aktuell gegebene Phasenebene relevant. In der SEED-Phase werden StartUps sehr oft durch Businessangels und spezielle, zum Teil mit staatlicher Unterstützung aufgesetzte Förderprogramme und Fonds, zum Beispiel den High-Tech-Gründerfonds, unterstützt und finanziert, sehr präsent ist etwa der High-Tech Gründerfonds. In dieser Phase wird im Idealfall die Idee des Unternehmens zu einem ersten Produkt und ein Proof of Concept mit eventuell den ersten Kunden kann erreicht werden. Ist der Proof of Concept oder ein anderer Nachweis der Wertigkeit der Idee des StartUp erbracht, können in den nächsten Stufen Gespräche mit VC- und Private-Equity-Gesellschaften geführt werden.

Die einzelnen Entwicklungsphasen eines StartUps lassen sich anhand einiger Parameter  - etwas aus Investorenperspektive - aus der hier eingebundenen Tabelle ableiten:

 

Seed

Early & Mid Stage

Growth Capital

Umsatz

€ 0 – 500k

€ 0,5 – 5 Mio.

€ 5 – 10 Mio.

Konzept

nicht bewährt

bewährt/erprobt

bewährt/erprobt

Marktrisiko

hoch

niedrig

niedrig

Pre-Valuation

€ 1- 3 Mio.

€ 4 – 10 Mio.

€  >10 Mio.

Verlustrisiko

50-80 %

30 %

20 %

Erwarteter Ertrag

> 10-fach

3 - bis 10-fach

2- bis 3-fach

Haltedauer

8 – 15 Jahre

4 – 8 Jahre

3 – 4 Jahre


WILDE.Rechtsanwälte begleitet StartUps und Unternehmensgründungen in allen relevanten Phasen. Die Begleitung kann dabei unter anderem folgende Stufen umfassen:

  • Entwicklung und Vorprüfung des Geschäftsmodells
  • Rechtliche Prüfung und Absicherung
  • Erstellung der Geschäftsunterlagen, bspw. der für ein SaaS-Model erforderlichen Vertragsdokumente, sonstige Kundenvertragsdokumente etc.
  • Begleitung der Erstellung des Businessplans und der Vorbereitung und Durchführung der Investorengespräche
  • SEED-Phase und Proof of Concept
  • Investorensuche für zweite und weitere Finanzierungsphasen
  • StartUp-Phase
  • Exit-Szenarien wie Verkauf des Unternehmens, Übernahme der durch den/ die Investoren gehaltenen Anteile durch die Gründer oder einen neuen Investor
  • Listung des Unternehmens an einer Börse, internationaler Roll-out etc.

In allen Phasen unterstützen wir das Unternehmen und die Gründer bei den Gesprächen mit Investoren und Fördereinrichtungen sowie bei der Entwicklung und rechtlich richtigen Präsentation und Erbringung der Leistungen des Unternehmens.

Bitte sprechen Sie uns auf unsere Sonderkonditionen für StartUps und Unternehmensgründungen an!

Investorenprozess - Gespräche, Vereinbarungen etc.

 Ein StartUp hat in der Regel zwei Kernthemen, die ständig durch die Unternehmer betreut werden:

  • Das Produkt/ Geschäftsmodell muss erstellt oder optimiert werden und
  • es muss sicher gestellt werden, dass immer die für das Unternehmen notwendige Liquidität vorhanden ist.

Während der in der Regel längeren Phase der Erstellung des Produktes/ des Aufbaus des Geschäfts hat das StartUp in der Regel keine Möglichkeit, von selbst erwirtschafteten Erträgen zu existieren. Die erforderliche Liquidität wird während dieser Zeit in der Regel durch bestehende Eigenmittel und über Investoren zur Verfügung gestellt.

Es besteht so in regelmäßiger Austausch zwischen StartUp und potentiellen Investoren.

Haben das StartUp und ein Investor Interesse an einer Kooperation, so wird in der Regel folgender Prozess durchlaufen:

  • Das StartUp stellt dem Investor - in der Regel nach Vereinbarung einer Vertraulichkeit (Abschluss eines Non Disclosure Agreements - NDA) - das Produkt/ Geschäftsmodell, das Team des StartUp, den Businessplan und eventuelle weitere Informationen vor.
  • Die Parteien einigen sich auf eine Bewertung des StartUps und auf ein durch den Investor beizutragendes Invest.
  • Die zentralen Deal-Terms werden in einem Term-Sheet erfasst und zwischen den Parteien vereinbart. Einige typische Inhalte des Term-Sheets und des späteren Vertrags sind hier zusammengestellt.
  • Auf Basis des Term-Sheet wird ein Beteiligungsvertrag (auch Investorenvertrag genannt) erstellt und verhandelt.
  • Nach Abschluss des Beteiligungsvertrags wirken die Partnner auf Basis der vereinbarten Regelungen zusammen.

WiWo 07.11.2014: Köln ist HIDDEN CHAMPION unter StartUp-Standorten

Unter der Überschrift "Wahl des Unternehmensstandorts - Das sind die besten Städte für Gründer" stellt die WiWo die Standorte Berlin, Hamburg, München und Köln im Vergleich vor und bezeichnet Köln als "Hidden Champion der Gründerszene". Als mögliche gute weitere Schritte wird angegeben: Verbesserung des Zugangs zu Beratern und Mentoren sowie Investoren, der Kommunikation von Erfolgen sowie des Veranstaltungsangebots. Die Städte der "Region Köln" sollten kooperieren.

Venture Capital, Business Angels, Finanzierungsrunden, Crowd Financing..

Mehr zur Finanzierung von StartUps/ Unternehmen und zu sinnvollen Gründungskooperationen..

FAS 15.11.2015: Altes Geld für junge Unternehmen

Die FAS berichtet in Ihrer Papierausgabe von Familienunternehmen, die in StartUps investieren. Danach soll nach einer Umfrage des Verbandes der Familienunternehmer fast zu einem Drittel des Geldes von Familienunternehmen in StartUps investiert werden. Beispielhaft wird das Vorgehen von zwei Family Offices beschrieben.

WiWO 18.11.2015: Selbstständigkeit - Mit dem Gründergeist ist es nicht weit her

In einem Beitrag über die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in Deutschland stellt die WiWo fest, dass bürokratische Hürden, hohe Kosten und Zweifel aus dem sozialen Umfeld das Gründen in Deutschland erschwerden.

SPON, 21.07.2015: Deutsche Startup-Beteiligungsgesellschaft sagt Börsengang ab

SPON berichtet, dass eine weitere "StartUp-Beteiligungsgesellschaft" als weiteres Unternehmen dieser Gattung nach Rocket-Internet einen Börsengang angestrebt und diesen wegen mangelnder Erfolgsaussichten nun abgesagt hat.

MM 20.04.2015: Investitionen in US-Startups erreichen Höchststand

Das Managermagazin online berichtet, dass in den USA im ersten Quartal 2015 mehr als USD 13 Mrd. in StartUps investiert wurden.

MM 02.12.2014: Start-ups und Traditionsunternehmen - Deutsche Konzerne brauchen eine neue Integrationskultur

In einer Kolumne im Manager-Magazin stellt Ann-Christin Achleitner die von ihr beobachtete Chemie zwischen Deutschen Konzernen und Startups dar. Sie sieht die geringe Zahl der Trade-Sales, also der Exits von Investoren durch Verkäufe von Startups an größere Unternehmen, als eine wesentliche Schwäche der deutschen Startup- und VC-Szene. Deutschland liegt, was die Zahl der Trade-Sales betrifft, mit den Benelux-Ländern an letzter Stelle innerhalb der EU. Sie sieht hier einen notwendigen und zwingenden Nachholbedarf in Deutschland, um mögliche Nachteile für die Wirtschaft zu vermeiden.

FAS 25.08.2014: Google Chefökonom Hal Varian im Gespräch "Google macht uns Angst"

In dem Interview führt Hal Varian zu dem internationalen Roll out von Google-Produkten aus, dass nach Management-Vorgabe jedes Produkt innerhalb des ersten halben Jahres in 40 Sprachen übersetzt sein muss.