Direktmarketing - Newsletter, Werbemails, Telefax, Telefonanrufe + Co.

Unter Direktmarketing werden im allgemeinen Sprachgebrauch alle die Werbemaßnahmen zusammen gefaßt, die ein direktes Ansprechen/ Bewerben des konkreten Kunden vorsehen.

Typische Akteure des Direktmarketing sind so:

  • door-to-door-Vertriebe,
  • Call-Center,
  • Faxcenter und
  • E-Mail-Versender.

Bereits kurz nach Entstehung der Direktmarketing-Aktionen hat sich eine Rechtsprechung zur Zulässigkeit der einzelnen Maßnahmen entwickelt.

Heute sind Direktmarketing-Maßnahmen im Wesentlichen nach der Bestimmung des § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und die Nutzung von personenbezogenen Daten betreffenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundes, hier etwa insbesondere § 28 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), und der Länder zu bewerten.

Die Prüfung, ob und welche Direktmarketing-Maßnahme durchgeführt werden darf und nach welcher Maßgabe in einem Unternehmen vorhandene Daten zu Werbezwecken eingesetzt werden dürfen, ist komplex und erfordert gelegentlich eine umfangreiche Durchsicht der bei der Ansammlung der Daten getroffenen Vereinbarungen etc.

Um nachträgliche Überprüfungen und eventuell unzulässige Maßnahmen zu vermeiden, empfiehlt es sich etwa, bereits bei der Sammlung der Daten die gesetzlich vorgesehenen Schritte zu berücksichtigen und so einen strukturierten Datenpool zusammen zu stellen.

Bewertungsanfragen als Werbe-E-Mails

Online-Shops verschicken als Abschluss des Kaufprozesses gelegentlich anfragen an ihre Kunden. Dies Anfragen sind nach der sich dazu abzeichnenenden Rechtsprechung im Zweifel als Werbe-E-Mails zu klassifizieren und unterliegen damit dem Vorgaben des § 7 UWG.

Es spricht einiges dafür, dass Bewertungsanfragen bei Brücksichtigung der Voraussetzungen des § 7 Abs. 3 UWG eher unproblematisch zulässig verschickt werden können.

Ausführlich wird dies in dem Beitrag Wilde, "E-Mail-Bewertungsanfragen im Online-Handel - Zulässige Anfrage nach Produktbewertungen per E-Mail", MMR 2017, 283, behandelt.